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Die einen sagen, eine Kaminverlängerung ist nicht sinnvoll, die anderen bezeichnen Kaminaufsätze als reine Dekoration. Wir widmen uns daher in diesem Beitrag dem Sinn und Zweck von Kaminverlängerungen und Kaminaufsätzen und zeigen, in welchen Situationen sie vorteilhaft sind.

Probleme beim Feuern des Ofens vorhanden?

Ein reibungsloser Abzug durch den Schornstein kann aufgrund mangelnder Auftriebshöhe, Fallwinde, starke Niederschläge oder nistender Vögel gestört werden.

Geringe Auftriebshöhe:

Ist die Schornsteinhöhe zu gering, kann nicht genügend Unterdruck erzeugt werden. Gerade beim Anfeuern des Kachelofens, in der Anheizphase oder beim Öffnen der Feuerungstür, kann es zu Rauchaustritt kommen. Eine Schornsteinverlängerung bringt zusätzlich Auftriebskraft und verbessert den „Schornsteinzug“. Bringt eine Schornsteinverlängerung nicht den gewünschten Auftrieb, kann ein Rauchsauger auf dem Schornsteinkopf angebracht werden. Rauchsauger gibt es in verschiedenen Leistungsklassen und viel Zubehör. Daher muss der Rauchsauger situationsbedingt passend gewählt werden.

Fallwinde:

Sie entstehen an hohen Gebäuden oder Gebirgen an der dem Wind abgewandten Seite und verschließen den Schornstein regelrecht. Es entsteht ein Überdruck, durch den der Abgasausstoß verhindert wird. Abhilfe schafft ein Schornsteinaufsatz, der nach dem „Injektorpinzip“ arbeitet. Umgebungsströme werden umgelenkt und erzeugen einen zusätzlichen Unterdruck.

Niederschläge:

Sie können vor allem alten, gemauerten Schornsteinen mit großem Querschnitt schaden, weil das Wasser mit der Zeit das Mauerwerk durchdringt und eine Durchfeuchtung bewirkt. Durch die feuchten Innenwände kühlen sich die Abgase ab, kondensieren und fördern die Ablagerung von Chemikalien (siehe hierzu auch Kaminsanierung). Bei Edelstahlschornsteinen oder Schamotteschornsteinen ist der Niederschlag normalerweise nicht problematisch, weil er an der Sohle abfließt. Eine Kaminabdeckung in der richtigen Größe verhindert, dass Regenwasser eintritt.

Vögel:

Nicht nur der Storch bereitet hier Probleme, sondern auch andere Vögel, die ihr Nest mitten im Schornstein bauen, wie beispielsweise Dohlen. Spezielle Dohlenschutzgitter verhindern den Nestbau im Schornstein.

Regionale und bautechnische Faktoren sind entscheidend

Wie bereits beschrieben sind Witterungseinflüsse nicht immer ein Muss für eine Schornsteinabdeckung: Beim Edelstahlschornstein ist der Niederschlag zum Beispiel oft nicht relevant, Fallwinde treten nur in bestimmten Lagen auf. Sie sollten daher vor dem Kauf des Aufsatzes überlegen beziehungsweise überprüfen, ob Niederschlag, geringe Auftriebshöhe und Wind überhaupt derart negative Einflüsse auf den Kamin haben können. Notwendig kann eine Schornsteinsanierung oder Abdeckung auch sein, wenn eine moderne Kaminanlage eingebaut und mit dem alten Schornstein verbunden wird. Die modernen Anlagen arbeiten mit niedrigeren Abgastemperaturen. Das kann wiederum dazu führen, dass sich der Taupunkt im Schornstein befindet und sich deshalb Feuchtigkeit absetzt.

Im Zweifelsfall empfehlen wir Ihnen, die Notwendigkeit eines Schornsteinaufsatzes mit Ihrem Schornsteinfeger zu besprechen. Auch wenn es um die Wahl eines passenden Aufsatzes geht, ist dieser der richtige Ansprechpartner.

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