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Jun
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Brennholz ist nicht gleich Brennholz, selbst wenn es sich um die gleiche Holzart handelt. Lagerungsort und Lagerungszeit sind ausschlaggebend für die Brennholzqualität. Wir zeigen Ihnen, an welchen Merkmalen gutes Brennholz erkennbar ist und was Sie beachten sollten, wenn Sie selbst Holz für Ihren Kamin einschlagen und lagern.

Was ist eigentlich gutes und schlechtes Brennholz?

Der wichtigste Aspekt, gutes von schlechtem Brennholz zu unterscheiden, ist der Feuchtigkeitsgehalt. Nasses, schimmeliges oder verfaultes Holz sorgt nicht nur für eine schlechte Kaminleistung (das Wasser im Holz muss erst verdampfen, bevor es richtig brennen kann, was zu einem erhöhten Energiebedarf führt), sondern belastet auch Umwelt und Gesundheit. Es entzündet sich schlecht und führt zu einer starken Rauch- und Geruchsentwicklung. Außerdem fördert feuchtes Holz die Schornsteindurchfeuchtung.

Zwar zeigen sich auch bei Holzart bzw. -beschaffenheit Unterschiede in der Brennholzqualität, der Einfluss auf den Heizwert ist allerdings sehr gering.

Worauf beim Kauf von Brennholz achten?

Auch als Laie können Sie leicht erkennen, ob es sich um gutes oder schlechtes Brennholz handelt.

Folgende Merkmale helfen Ihnen dabei:

  1. Brennholz sollte lufttrocken sein und maximal 25 % Restfeuchte/20 % Wassergehalt besitzen.
  2. Holz muss bis auf 10 % sortenrein sein, d.h. das Holz darf nur zu 10 Prozent andere Holzsorten beinhalten.
  3. Konkrete Angabe zu Laubholz oder Nadelholz bzw. zur Holzmischung
  4. Scheite dürfen keine Schimmelspuren aufweisen – HInweis auf falsche Lagerung, zu viel Feuchtigkeit im Holz
  5. Querschnittskanten der Scheite sollten nicht länger als 15 cm sein

Brennholz selbst einschlagen und lagern

Sie sollten das Brennholz gleich nach dem Einschlag in die gewünschte Größe spalten. Dadurch kann es schneller trocknen. Lagern Sie das Holz immer im Freien. Es benötigt eine freie Durchlüftung, die im Keller oder im Schuppen nur unzureichend gewährleistet ist. Ohne die Durchlüftung bildet sich sehr schnell Schimmel, der das Holz nach und nach komplett zersetzt.

Decken Sie das Holz mit einem Regenschutz ab und lagern Sie es so, dass die Wetterseiten (nach Westen und Norden) ebenfalls abgedeckt sind. Das Holz sollte nicht direkt auf dem Boden aufliegen, da es an dieser Stelle schnell fault. Auch durch sehr enges Schichten wird der Fäulnisprozess gefördert und die Luftdurchlässigkeit im Holzhaufen verhindert. Stapeln Sie die Scheite also immer schön locker.

Das Brennholz verliert zwar mit zunehmender Zeit immer mehr an Feuchtigkeit, sollte aber auch nicht zu lange gelagert werden, maximal fünf Jahre. Denn so wie die Qualität bis zu einem bestimmten Lagerungszeitpunkt zunimmt, so nimmt sie bei einer zu langen Lagerung auch wieder ab. Dadurch verringert sich die maximal nutzbare Wärmemenge. Nadelholz trocknet schneller und ist bei optimalen Trocknungsbedingungen schon nach etwa einem Jahr nutzbar. Laubholz sollten Sie 2 bis 3 Jahre trocknen lassen.

Was ist besser? Weichholz oder Hartholz?

Wie bereits zu Beginn erwähnt, hat die Holzart nur wenig Einfluss auf den Heizwert und spielt daher in puncto Brennholzqualität eine eher untergeordnete Rolle. Das liegt nicht nur daran, dass sich die Energiewerte bzgl. des Volumens nur gering unterscheiden (vor allem innerhalb der Harthölzer), sondern auch daran, dass sich der Wirkungsgrad des Ofens auf den Heizwert auswirkt. Eine pauschale Aussage zur Qualität von Hart- und Weichhölzern ist daher nicht möglich.

Der größte Unterschied zwischen Hart- und Weichhölzern besteht in der Dichte. Weichhölzer, zu denen vor allem Nadelhölzer zählen, sind aufgrund ihrer geringen Dichte leichter als Hartholz und preisgünstiger. Sie brennen schneller an, bringen also auch schneller die gewünschte Temperatur, halten aber nicht lange. Mit Weichholz müssen Sie folglich eher Scheite nachlegen. Unter dem Kosten- und Heizwert-Strich gibt es jedoch zwischen den Hart- und Weichhölzern kaum Unterschiede.

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