09
Apr
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Obwohl die meisten Haushalte längst eine Zentralheizung besitzen, erfreuen sich Kachelofen, Schwedenofen und Co. nach wie vor großer Beliebtheit. Insbesondere wärmespeichernde Öfen sind in der Lage, einmal beheizt über viele Stunden hinweg für ein angenehm warmes Raumklima zu sorgen. Die höchste Wärmespeicherkapazität besitzen dabei Kaminöfen mit Specksteinverkleidung und Kachelöfen. Doch welcher ist wann besser? Kamintechnik König hat die beiden Öfen miteinander verglichen und erklärt Ihnen, wann sich welcher Ofen für Sie am meisten lohnt.

Was macht den Specksteinofen aus?

Bei einem Specksteinofen handelt es sich um einen herkömmlichen Kaminofen, der von außen mit Platten aus Speckstein verkleidet ist. Speckstein ist ein Naturstein, der eine sehr hohe Dichte besitzt und demzufolge Heizwärme sehr gut und lange speichert.
Ein Ofen mit Specksteinplatten speichert zunächst einen Großteil der anfänglichen Wärme, ehe diese durch den Kaminofen an den Raum abgegeben wird. Ist im Ofen selbst nur noch eine Glut vorhanden, wird die im Stein gespeicherte Wärme Stück für Stück abgegeben. Bis zu 10 Stunden nach der Befeuerung ist eine Wärmeversorgung durch den Specksteinofen möglich.

Auch mit Blick auf die Ästhetik schneidet der Ofen aus Speckstein sehr gut ab. Dank vieler verschiedener Texturen und Farben eignet sich der Ofen für nahezu jeden Einrichtungsstil. Ein weiterer Vorteil ist, dass der Specksteinofen kompakt genug ist, um bei einem Umzug oder sogar der Neuplatzierung im Haus gut transportiert zu werden. Das macht den Specksteinofen nicht nur außerordentlich effektiv in der Wärmespeicherung, sondern zugleich äußerst flexibel.

Was zeichnet den Kachelofen aus?

Den Kachelofen kennen viele sicherlich noch aus Kindheitstagen. Einmal angeheizt schafft er es, sogar mehrere Räume gleichzeitig im Winter angenehm warm zu halten. Und das Lümmeln am Kachelofen selbst sorgt für viele gemütliche Stunden. Damals wie heute ist ein Kachelofen ein echtes Stück Handwerkskunst. Zwar besteht die Brennkammer aus vorgefertigten Heizeinsätzen. Allerdings wird der Ofen von einem professionellen Ofenbauer an Ort und Stelle gemauert.

Ein Kachelofen ist dabei nicht für das schnelle Beheizen von Räumen geeignet. Stattdessen benötigt man gerade beim Anheizen um die 10 bis 20 Kilo Brennmaterial, ehe die Heizwärme spürbar ist. Einmal angeheizt ist jedoch für nahezu den ganzen Tag für Wärme gesorgt. Bei einem Kachelofen mit geeigneter Dimensionierung muss lediglich 2 bis 3 mal mit Holz oder Kohle nachgelegt werden, um die Heizleistung aufrecht zu erhalten. Kachelöfen übernehmen daher in der Regel eine wichtige Rolle als (Zusatz-)Heizung und werden vor allem gern in Ferienhäusern oder zur Beheizung einer einzelnen Etage in Einfamilienhäusern eingesetzt.

Kachelofen und Specksteinofen im Vergleich

Um einen besseren Überblick über die Vor- und Nachteile der beiden Ofenarten zu erhalten, haben wir die wichtigsten Merkmale von Speckstein- und Kachelöfen für Sie zusammengefasst.

  Kaminofen mit Speckstein Kachelofen
Merkmale
  • aus Metallen wie Gusseisen oder Stahlblech gefertigt
  • Brennkammer besteht aus Schamottsteinen oder Keramikwerkstoffen
  • Specksteinofen besitzt eine feuerfeste Glasscheibe
  • kann am Stück gekauft und aufgestellt werden
  • Ofen bereits für unter 1000 Euro erhältlich
  • Ofenkacheln aus gebranntem Ton gefertigt
  • wird vom Ofenbauer an Ort und Stelle gemauert
  • Brennkammer besteht aus einem vorgefertigten Heizeinsatz
  • je nach Modell innenwändig mit Schamottsteinen ausgekleidet
  • Kosten um die 10.000 Euro, davon ein großer Anteil, der auf den Ofenbauer entfällt
Vorteile
  • Specksteinofen ist verhältnismäßig schnell angeheizt
  • man hat einen direkten Blick auf die Flammen
  • Kaminofen ist vergleichsweise schnell aufgebaut
  • Ofen kann bei einem Umzug gut transportiert werden
  • Kachelofen heizt auf Dauer
  • vor allem geeignet für große, offene Wohnungen
  • muss bei richtiger Dimensionierung nur 2 bis 3-mal am Tag mit Holz versorgt werden, um rund um die Uhr eine angenehme Temperatur zu garantieren
Nachteile
  • es muss oft nachgelegt werden
  • obwohl Specksteinofen noch mehrere Stunden die Wärme hält, kommt er nicht an Wärmespeicherkapazität eines Kachelofens heran
  • Einsätze mit relativ großen Scheiben möglich, aber setzen die Wärmespeicherwirkung etwas herab
  • Aufbau ist sehr aufwendig und erfordert professionellen Ofenbauer
  • lässt sich im Falle eines Umzugs nur schwer versetzen

Sowohl der Specksteinofen als auch der Kachelofen besitzen eine hervorragende Wärmespeicherkapazität. Welcher Ofen für Sie der richtige ist, hängt stark davon ab, wo der Ofen aufgestellt und wie intensiv er beheizt werden soll. Während Sie einen Ofen aus Speckstein in nahezu jedem Raum mit Schornsteinanschluss aufstellen können, ist der Kachelofen schon deutlich mehr an seinen Platz gebunden. In kleinen Ferienhäusern oder Räumen, die beispielsweise aufgrund ihrer Größe nur schlecht mit Heizkörpern beheizt werden können, ergibt der Kachelofen jedoch durchaus Sinn.

Wünschen Sie eine persönliche Beratung oder sind Sie auf der Suche nach einem erfahrenen Ofenbauer, sind Sie bei Kamintechnik König genau richtig. Gerne beantworten wir Ihre Fragen und kümmern uns um den ordnungsgemäßen Aufbau und Anschluss Ihres Speckstein- oder Kachelofens im Raum München.

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